fiction

Repression

Zugegeben, es mag schwierig sein. Doch ich -beziehungsweise wir- haben uns die Sache vorher reiflich überlegt. Das Positive wie das Negative gegeneinander abgewogen und sind so zu dem Schluss gekommen, dass es keinen anderen Weg gibt, um unsere Zusammengehörigkeit zu zeigen. Ob ich zufrieden so bin? Keine Ahnung. Man muss halt seine Opfer bringen. Ich fühle mich so eingeschränkt, doch der zweisame Zusammenhalt ist mir wichtiger als jede Freiheit. Was nützt einem Freiheit, wenn man alleine ist?
Plötzlich ist er da. Der Moment, an dem es wirklich brenzlig wird. Und wir uns überlegen, ob wir es nicht doch einfach lassen sollten. Doch momentan müssen wir sowieso ausharren. Festgekettet Stuhl an Stuhl und mein zweites Ich kommt nicht an seine Tasche heran. Wir hätten uns eben doch vorher genau überlegen müssen, was wir tun.

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